Gesundheitsversorgung: Sicherheit und Lebensqualität für das ganze Osnabrücker Land
Eine gute Gesundheitsversorgung ist für mich mehr als eine medizinische Dienstleistung. Sie ist ein Versprechen, Teil der Daseinsvorsorge und ein entscheidender Standortfaktor für unsere Region. Niemand darf im Alter oder in einer Notsituation Angst haben müssen, auf dem Land zu leben.
Als Ihre Landrätin ist mein Ziel klar: Wir gestalten den Wandel aktiv, statt nur zuzuschauen. Wir nutzen die Chancen der Modernisierung, um eine hochwertige, menschliche und zukunftsfeste Versorgung zu sichern – für alle Generationen, von Artland bis Wittlager Land.
Gestalten statt Verwalten
Das Gesundheitswesen steht vor einem historischen Umbruch. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel setzen das System unter Druck; Bundes- und Landesreformen fordern neue Strukturen.
Ich bin überzeugt: Wenn wir uns nicht kümmern, verlieren wir Gestaltungsmacht. Zentralisierung darf nicht zulasten unserer ländlichen Räume gehen. Mein Weg ist es, den Landkreis Osnabrück als „Möglichmacher“ zu positionieren. Wir bringen alle Beteiligten an einen Tisch – Kommunen, Ärzteschaft, Kliniken und Krankenkassen –, um gemeinsam Lösungen zu finden, die vor Ort funktionieren.
Das haben wir bereits erreicht: Fundamente für die Zukunft
In den letzten Jahren haben wir einen echten Kulturwandel eingeleitet. Wir reagieren nicht mehr nur auf Krisen, sondern agieren strategisch:
- Wissen als Verhandlungsmacht: Wir lassen erstmals ein eigenes Versorgungs-Gutachten erstellen. Damit verhandeln wir mit dem Land und den Krankenkassen auf Augenhöhe und wissen genau, wo welcher Bedarf besteht.
- Standortsicherung mit Mut: Wir unterstützen den Standort Ankum finanziell und politisch. In Ostercappeln denken wir Gesundheit neu und wollen den Standort zu einem zukunftsfähigen Zentrum weiterentwickeln.
- Offensive gegen den Fachkräftemangel: Wir vergeben Stipendien an Medizinstudierende, unterstützen Arztpraxen bei der Neu-Niederlassung finanziell. Und: wir haben gemeinsam mit der Stadt Osnabrück den Weg für einen eigenen Medizinstudiengang in Kooperation mit Universität und Hochschule geebnet.
Meine Ziele für die nächsten Jahre: Vernetzt, Digital, Nah
Ich kämpfe für eine Region, in der eine verlässliche Gesundheitsversorgung direkt bei den Menschen ankommt.
1. Starke regionale Gesundheitszentren
Wo klassische Krankenhausstrukturen in der Vergangenheit wegfallen sind, wollen wir moderne Zentren schaffen, die ambulante und stationäre Leistungen bündeln. Nah an den Menschen, exzellent ausgestattet und eng vernetzt.
2. Innovation durch Telemedizin
Digitale Angebote sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch, aber eine tolle Ergänzung, Qualitätssicherung und Optimierung der Gesundheitsversorgung – besonders im ländlichen Raum. Wir nutzen digitale Medizin, um Fachwissen schnell in jeden Winkel des Landkreises zu bringen – sicher und unkompliziert.
3. Sektorenübergreifende Pflege
Wir organisieren Pflege gemeinschaftlich vor Ort. Mein Ziel ist eine generationenübergreifende Sorgestruktur, die Angehörige entlastet und ein würdevolles Altern in der vertrauten Umgebung ermöglicht.
4. Krisenfester Katastrophenschutz
Vorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir stärken unseren Katastrophenschutz und halten ihn durch regelmäßige Übungen auf dem modernsten Stand, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
Fazit: Gesundheit darf keine Frage des Wohnortes sein. Mein Ziel ist eine starke Versorgung, die gerade bei uns im ländlichen Raum Sicherheit und Lebensqualität garantiert. Lassen Sie uns diesen Weg für unser Osnabrücker Land gemeinsam weitergehen – mit Mut, Herz und klarem Verstand.
Gute Versorgung darf nicht vom Wohnort abhängen.
Gesundheitsversorgung ist auch ein Beispiel dafür, dass Politik lernen und ihre Rolle verändern muss.
Rückblickend hätte ich die strategische Rolle des Landkreises bei der Gesundheitsversorgung früher und offensiver angehen wollen. Die Krankenhauskrise hat deutlich gemacht: Auch wenn viele Zuständigkeiten formal bei anderen Ebenen liegen, können wir vor Ort nicht einfach warten, bis andere die Probleme für uns lösen und wir zwischendurch einem Kahlschlag der Gesundheitsversorung erliegen.
Vom kommunalen Beobachten zum kommunalen Gestalter.
Heute erarbeiten wir eine regionale Gesundheitsstrategie mit unserem parteiübergreifend einstimmig beschlossenen Gesundheitsgutachten als Datengrundlage, entwickeln Gesundheitszentren, fördern Medizinstudierende und Niederlassungen und bereiten gemeinsam mit Stadt, Universität, Hochschule und regionalen Kliniken die Gründung einer Medizinischen Hochschule vor.
Gemeinsam medizinischen Nachwuchs ausbilden
| Stadt + Landkreis + Universität + Hochschule + regionale Kliniken → medizinische Ausbildung in der Region |
Gesundheit als regionales Netz
| Praxen ↔ Gesundheitszentren ↔ Kliniken ↔ Pflege ↔ Rettungsdienst ↔ Telemedizin ↔ Mobilität |
Pflegekräfte sichern
- schulische Ausbildungsplatzangebote weiterentwickeln
- internationale Fachkräfte professionell gewinnen und integrieren
- bezahlbaren Wohnraum mitdenken
- öffentliche Mobilität stärken, damit Arbeitsplätze und Versorgung erreichbar bleiben
Niemand soll seine Heimat verlassen müssen, nur weil er älter wird oder der Familienalltag zu schwierig zu organisieren ist.
Darauf bauen wir jetzt auf
- regionale Versorgungsplanung
- Medizinische Hochschule weiterentwickeln
- Gesundheitszentren entwickeln
- Medizinstipendien und Niederlassungsförderung fortführen
- Telemedizin sinnvoll einsetzen
- Pflege, Wohnen und Mobilität zusammendenken
- Neue Kooperationen entwickeln
Beitrag zum Regionalen Wachstumspakt
Gesundheit und Pflege werden im Wachstumspakt als regionale Daseinsvorsorge geplant: Ausbildung, Fachkräfte, Gesundheitszentren, Kliniken, ambulante Versorgung, Wohnen, Digitalisierung und Mobilität gehören zusammen.
Versorgung planen, bevor Lücken entstehen.