Gemeinsam viel erreicht. Jetzt den nächsten Schritt gehen.
2019 bin ich mit einem klaren Anspruch angetreten: Politik anders zu machen.
Offener. Lösungsorientierter. Gemeinsam mit den Menschen, Kommunen und allen demokratischen Kräften im Kreistag.
Ich wollte mehr Mobilität mit Bus, Bahn und flexiblen Angeboten. Mehr Wahlmöglichkeiten in unserer Bildungslandschaft. Landwirtschaft und Naturschutz zusammenbringen. Den stockenden Breitbandausbau lösen. Den Landkreis bei der Gesundheitsversorgung aus einer eher passiven in eine gestaltende Rolle führen. Mehr Möglichkeiten für erneuerbare Energien schaffen und Universität, Hochschule, Berufsschulen, allgemeinbildende Schulen und Wirtschaft stärker miteinander verbinden.
Dann kam eine Amtszeit, die niemand so planen konnte: Corona, Fluchtbewegungen, Energiekrise, unterbrochene Lieferketten, Inflation und die Folgen des russischen Angriffskrieges haben Menschen, Unternehmen, Kommunen und Verwaltung gleichzeitig gefordert.
Trotzdem haben wir uns nicht darauf beschränkt, Krisen zu verwalten. Wir haben weiter investiert, Infrastruktur aufgebaut, neue Kooperationen geschaffen und Entscheidungen getroffen, die teilweise über Jahre festgefahren waren.
Dabei ging es mir nie darum, wer einen politischen Punkt gewinnt.
Mein Verständnis von Politik ist das Wir.
Ich frage nicht, wer Schuld ist oder die Idee hatte, sondern was unsere Region voranbringt.
Das bedeutet für mich: unterschiedliche Perspektiven ernst nehmen, Entscheidungen auf Fakten gründen, Konflikte nicht aussitzen und Mehrheiten für tragfähige Lösungen organisieren.
Viele der großen Entwicklungen der vergangenen Jahre sind genau so entstanden.
- Aus dem stockenden Breitbandausbau wurde eines der größten Infrastrukturprogramme unserer Region.
- Aus einem Modellprojekt für Mobilität wurden Angebote, die heute täglich genutzt werden.
- Aus jahrzehntelangem Stillstand beim Förderschulcampus wurde eine gemeinsame Entscheidung von Stadt und Landkreis.
- Aus dem Gegeneinander von Landwirtschaft und Naturschutz entstanden gemeinsame Zukunftsprojekte wie die Stallbaupapiere, Moorschutz und neue Kooperationen.
- Aus einer eher passiven Rolle bei der Gesundheitsversorgung entwickelte sich eine regionale Strategie mit Gesundheitszentren, Medizinstipendien und der Initiative für eine Medizinische Hochschule.
- Aus unterschiedlichen Interessen beim Moorschutz entstand mit VECHTOS ein gemeinsamer Entwicklungsprozess mit Landwirtschaft, Naturschutz und dem Landkreis Vechta.
| Viel erreicht. Zukunft möglich gemacht. Jetzt Kräfte bündeln. |
Unsere Bilanz 2019–2026
Trotz historischer Krisen: nicht nur stabilisiert, sondern Zukunft vorbereitet.
Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Amtszeit ist für mich: Unser Osnabrücker Land hat sich in einer außergewöhnlich schwierigen Zeit als robust erwiesen – und in mehreren entscheidenden Zukunftsfeldern überdurchschnittlich entwickelt.
Das gilt nicht für alles und nicht jedes Projekt ist bereits abgeschlossen. Aber wir beginnen die nächste Amtszeit mit einer deutlich stärkeren Ausgangsbasis als 2019.
| Überdurchschnittlich gelungen Was heute stärker ist | Weiterhin Baustelle Was jetzt entschieden werden muss |
| Wirtschaftliche Dynamik BIP, Realsteueraufbringungskraft und Steuereinnahmen entwickelten sich seit 2019 dynamischer als im niedersächsischen Vergleich. | Kommunale Finanzarchitektur Steigende Pflichtausgaben treffen auf begrenzte eigene Einnahmemöglichkeiten. Effizienz allein kann die strukturelle Unterfinanzierung nicht lösen. |
| Investitionskraft und Fördermittel Hohe Zukunftsinvestitionen, konsequentes Fördermittelmanagement und zugleich sinkender Verschuldungsanteil im Niedersachsen-Vergleich. | Vom Projekt zum Regelbetrieb Förderschulcampus, Medizinische Hochschule, Breitband, Sirenen, Mobilitätsangebote und weitere Vorhaben müssen konsequent realisiert und dauerhaft finanziert werden. |
| Infrastruktur modernisiert Breitband, Mobilität, Bildung und digitale Verwaltung haben einen deutlichen Entwicklungssprung gemacht. | Demografie und Fachkräfte Gesundheit, Pflege, Bildung, Wirtschaft und Verwaltung konkurrieren zunehmend um weniger Arbeitskräfte. |
| Festgefahrene Themen entscheidungsfähig gemacht Bohmter Hafen, Förderschulcampus, Stallbaupapiere, Gesundheitsstrategie, Moorschutzprojekte und neue Kooperationen zeigen: Brückenbauen kann konkrete Entscheidungen ermöglichen. | Potenziale in Wertschöpfung übersetzen Erneuerbare Energien, Wasser, Agrotech und Moorschutz eröffnen Chancen. Entscheidend ist jetzt, dass daraus regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und tragfähige Perspektiven entstehen. |
| Neue regionale Zusammenarbeit Stadt und Landkreis, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft, Landwirtschaft, Verbände und Ehrenamt arbeiten in mehr Themen dauerhaft zusammen. | Dauerhaft finanzierbare Systeme Mobilität, Prävention, Katastrophenschutz und digitale Verwaltung müssen nicht nur gut funktionieren, sondern langfristig bezahlbar und resilient werden. |
Unser Vorteil: Die nächste Periode können wir auf einem stabilen Fundament begründen – gegenseitem Vertrauen!
Wir beginnen mit funktionierenden Netzwerken, getroffenen Grundsatzentscheidungen, besserer Infrastruktur und einer wirtschaftlich starken Ausgangslage.
Einige historische Entwicklung auf einen Blick
| ca. 350 Mio. € eingeworbene Fördermittel für Zukunftsinvestitionen | 1 % → 85 % Breitbandversorgung · Ziel > 98,5 % |
| +24,5 % Wirtschaftsleistung 2019-2023 · Nds. +18,7 % | Verdopplung Des Potentials für Erneuerbare Energien |
| ca. 170.000 Fahrgäste im On-Demand-Verkehr Lütti in den ersten 21 Monaten | 217 neue Sirenen |
Weitere Leitdaten
- 450 Mio. € Gesamtinvestition in den Breitbandausbau, 315 Mio. € Förderung gesichert, ca. 5.000 km neue Trassen und ca. 25.000 Anschlüsse.
- 176 % Reinvestitionsquote 2024 und 55,1 Mio. € Nettoinvestitionen 2025.
- Investive Verschuldung von 60,60 Mio. € (2022) auf 50,56 Mio. € (2024) gesenkt.
- Der Landkreis Osnarbück ist Boomregion bei Unternehmensneugründungen. Das von Ludwig Erhardt initiierte Institut für Mittelstandsforschung Bonn (abgekürzt IfM Bonn) sieht unsere Region unter den 20 dynamischten Gründer-Regionen in Deutschland. +111 Plätze im NUI-Gründungsranking: von Rang 275 (2019) auf Rang 164 (2024).
- Mehr als 700 Fahrgäste pro Werktag auf den Schnellbuslinien S20 und S40, mehr als 20 Mio. € MOIN+ und mehr als 800 km Hauptradroutennetz.
- 217 neue Sirenen als Teil einer modernisierten Warn- und Katastrophenschutzstruktur.
- Rund 5.100 ha gemeinsamer Moorentwicklungsraum im landkreisübergreifenden Projekt.
Was hinter den Zahlen steht
Zahlen zeigen, was sich verändert hat. Aber hinter jeder Zahl stehen Menschen, Entscheidungen und oft viele Jahre Arbeit.
Menschen zusammenbringen
Ich liebe die Momente, in denen unterschiedliche Sichtweisen zusammenfinden und daraus tragfähige, gemeinsam getragene Lösungen entstehen.
Als Landrätin sehe ich eine meiner wichtigsten Aufgaben darin, genau solche Räume zu schaffen: zwischen Kommunen und Landkreis, zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, zwischen Politik und Verwaltung, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Fakten ernst nehmen
Als Diplom-Ingenieurin bin ich es gewohnt, Probleme zu analysieren und Entscheidungen auf Fakten aufzubauen. Aber Fakten allein reichen nicht. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Zahlen, Fachwissen und die Erfahrungen der betroffenen Menschen zusammenkommen.
Verantwortung übernehmen
Eine Landrätin kann Verantwortung nicht delegieren. Das gilt bei großen Investitionen ebenso wie in Krisen und Katastrophen.
Ruhe. Verlässlichkeit. Klare Entscheidungen.
Nicht nach Schuldigen suchen – Lösungen finden
Mich prägt bis heute die Überzeugung, dass unterschiedliche Perspektiven nicht das Problem unserer Demokratie sind, sondern ihre Stärke. Ich suche in Konflikten deshalb nicht nach Schuldigen. Entscheidend ist für mich: Was können wir daraus lernen – und welche Lösung bringt uns gemeinsam weiter? Welche Potenziale schlummern in scheinbar völlig gegensätzlichen Ausgangspositionen.
Freiheit ermöglichen. Menschen zusammenbringen. Verantwortung übernehmen. Lösungen möglich machen.
Handlungshorizont für die nächste Amtszeit
Die nächste Amtszeit ist die Phase des Vollendens, Vernetzens und Verstetigens.
Die vergangenen Jahre haben die Grundlagen geschaffen. Jetzt muss aus einzelnen Erfolgen ein dauerhaft starkes regionales System werden. Dafür sehe ich drei aufeinander aufbauende Handlungshorizonte.
| 1. Vollenden & absichern erste 24 Monate Begonnene Großprojekte in die nächste verbindliche Umsetzungsstufe bringen. Fördermittel sichern. Breitbandlücken weiter schließen. Erfolgreiche Mobilitätsangebote verstetigen. Verwaltungsmodernisierung und Kreishaussanierung konsequent zusammenführen. | 2. Vernetzen & skalieren im Verlauf der Amtszeit Aus Einzelprojekten regionale Systeme entwickeln: Energie und Wertschöpfung, Bildung und Fachkräfte, Gesundheit und Pflege, Mobilität und Erreichbarkeit, Wasser und Klimafolgenanpassung, Landwirtschaft und Naturschutz, Digitalisierung und Effizienz. Erfolgreiche Modelle auf weitere Teile der Region übertragen. | 3. Dauerhaft tragfähig machen bis zum Ende der Amtszeit Erfolge im Regelbetrieb verankern. Messbare Effizienzgewinne realisieren. Prävention und Daseinsvorsorge langfristig finanzierbar machen. Fortschritt transparent messen und gemeinsam nachsteuern. |
Der Regionale Wachstumspakt ist dabei kein zusätzliches Programm neben diesen Aufgaben. Er ist der verbindliche Arbeitsrahmen, der sie miteinander verbindet.
Gemeinsam legen wir fest: Welche Projekte haben die größte Wirkung? Wer übernimmt Verantwortung? Wie werden sie finanziert? Welche Meilensteine gelten? Und woran messen wir, ob wir wirklich vorankommen?